Radtour „Gegen das Vergessen“

Die ADFC OG Hannover veranstaltet am 9. 9. 2012 gemeinsam mit dem „Verein Gegen das Vergessen/NS-Zwangsarbeit“ e. V. eine Radtour zu vier Gedenkstätten in Hannover.

Beginn der Tour ist um 10:00 Uhr am Seelhorster Friedhof, Ende nach ca. 30 KM am Eingang zum Großen Garten in Herrenhausen. Der Treffpunkt ist am Hintereingang des Seelhorster Friedhofs auf dem Parkplatz vor dem Biergarten (Altes Jagdschloss). Wer nicht die gesamte Tour mitfahren möchte, kann an den Gedenkstätten Maschsee-Nordufer und Brinker Hafen/Hackethalstraße dazu stoßen. An den jeweiligen Stationen werden kurze Beiträge über die Geschehnisse während der NS-Zeit zu weiterer Aufklärung beitragen.

Am Anfang wird ein Besuch der Stele auf dem Friedhof stehen. An dieser Stelle wurden am 6.4.1945 154 Häftlinge aus dem sogenannten „Polizeiersatzgefängnis“ von der Hannoverschen Gestapo in Ahlem ermordet.

11:20  Ehrenfriedhof Mahnmal Maschsee/Arthur-Menge-Ufer:

Hier liegen 386 Opfer, unter ihnen die154 am 6.4.45 von der Hannoverschen Gestapo ermordeten. Diese und die anderen Opfer kamen aus einem Massengräberfeld auf dem Stadtfriedhof Seelhorst. Die Alliierten haben diesen Platz für den Ehrenfriedhof ausgewählt, damit er für alle Zeiten sichtbar im Herzen der Stadt liegt.

13:30   Ankunft Brinker Hafen (Das Eingangtor des KZ war in der Hackethalstraße)

An dieser Stelle befand sich von Anfang Oktober 1944 bis zu seiner Zerstörung bei einem Luftangriff am 6.1.1945 ein Frauenkonzentrationslager.

14:30  Ankunft am Gedenkstein zum „Ausländerwöchnerinnenheim“in der Ziegeleistraße  Godshorn/Schulenburger Mühle 

Im Umfeld vieler größerer Rüstungszentren wie Hannover wurden im Zweiten Weltkrieg Entbindungseinrichtungen für schwangere sogenannte »Ostarbeiterinnen« (überwiegend Russinnen, Ukrainerinnen, Polinnen) errichtet. Dadurch sollte eine schnelle Rückführung der Zwangsarbeiterinnen an den Arbeitsplatz gewährleistet sein. Ab August 1943 wurden die osteuropäischen Mütter und Kinder im Lager Godshorn (Schulenburger Mühle) untergebracht. Für dieses Lager ist der qualvolle Tod von über 270 Kleinkindern und Säuglingen bis zum Kriegsende in den amtlichen Dokumenten festgehalten. – Das erste Kind verstarb hier am 9.9.1943.

Zwischen den Stationen Maschsee und Brinker Hafen machen wir eine Pause im Vereinsheim der Sportvereinigung von 1874 in der Steintormasch 48. Hier besteht auch die Möglichkeit eines Mittagessens. Nach Abschluss der Kranzniederlegung am Gedenkstein in Godshorn können wir gemeinsam bis zum Herrenhäuser Garten zurückfahren. Weitere Informationen über den Verein „Gegen das Vergessen/NS-Zwangsarbeit“ finden sich unter http://www.ns-zwangsarbeit-hannover.de/

Eine vorherige Anmeldung unter Telefon 0511/961870 oder per e-Mail an info@ns-zwangsarbeit-hannover.de würde uns die Organisation sehr erleichtern.

 

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